Freitag, 17. Oktober 2008
Zuschauen und Einmischen
Hier im Vergleich die beiden Abgeordneten aus dem Wahlkreis Regensburg. Schon gewusst, dass Frau Eichhorn für die Diätenerhöhung gestimmt hat, während Hr. Meierhofer dagegen war? Und das Hr. Meierhofer das eine oder andere mal gar nicht zu Abstimmungen erscheint?
Das ganze geht auch für Landesparlamente. Wer lockert das Rauchergesetz? Wer sperrt sich gegen Erhöhung des Schuletats? Wer privatisiert Hund und Katz? Leider ist der Watch für Bayern noch im Aufbau, Spenden von 5, 10 oder 20 Euro sind willkommen und sinnvoll. Kann auch abgesetzt werden!
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Auf Wiedersehen
Mannomann, da hat sich ja eine Menge getan in den letzten Wochen. Hr. Beckstein verabschiedet sich ganz artig, Hr.Klinsmann noch nicht, aber ich dafür auch. Der 3Raum-WG-Blog wird vorerst geschlossen. Ganz einfacher Grund: es gibt die WG so nicht mehr, mein Mitbewohner ist ausgezogen und schreibt seine Diplomarbeit in Oberbayern.
Das finale Kapitel war jetzt noch das Streichen des Zimmers. Wunderschönes Blütenweiß, der Gipfel der Deckkraft dank Alpina. Ein Zimmer mit Wänden, wie geschaffen für einen Beamer. Zur Zeit wohnt aber nur ein hallendes Echo drinnen.Beim Renovieren sind wir zu allem Übel am späten Abend noch auf eine Riesenkakerlake gestoßen, die sich wohl sein Jahrzehnten im Mauerwerk eingenistet hatte. Zum Glück hatte ich noch meine Plasmoidkanone die mit der xBox mitgeliefert wurde in Griffnähe, und jahrelanges Ego-Shooter-Spielen hat sich endlich mal auch im wahren Leben ausgezahlt. Die Reste der Riesenkakerlake (leider nicht im Bild) wurden zu Forschungszwecken der Uni Regensburg überlassen.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Shopping Experience
1) Bloomingdale's: Ganz Nett. Unübersichtlich. Toiletten schwer zu finden. Das Angebot zu 85% auf Frauen ausgerichtet. Trotzdem ein nettes T-Shir gefunden. Nein, ohne Aufrduck "Blooingsdale's".
2) Macy's: Altehrwürdiger Store mit langer Tradition. Auf jeden Fall übersichtlicher als Bloomingdale's. Das Angebot aber zu 90% auf Frauen ausgerichtet. Frust. Wirklich cool: Die Holzrolltreppen in den oberen Stockwerken, erstaunlich.3) Abercrombie&Fitch auf der Fifth Avenue: Das lächerlichste was ich je erlebt habe. Wenn man in den Laden reingeht, dann betritt man eigentlich eine Disko. Finster ist's. Sehr finster. Und laut. Vier 5000-Watt Lautsprecher beschallen das ganze Gebäude. Die Verkaufer - hm, wirklich Verkäufer?- stehen in 2er und 3er-Gruppen rum, tanzen zum Bass und wünschen "Have a nice Day" sowie frohlocken "Thanks for Visiting". Irgendwer muss denen vorher Drogen gegeben haben.
Einkaufen ist jedenfalls kompliziert, man sieht kaum was man kaufen kann und kann auch keinen der Hupfdolen was fragen, da sie es wegen Lautstärkepegel nicht verstehen. Was auffällt: Alle Verkäufer könnten auch ausm Modell-Katalog stammen. Die Männer sportlich athletisch, jeder über 1,90 groß. Frauen alle blond und ebenfalls wunderbar gewachsen. Am Eingang begrüßte mich sogar ein Tanzverkäufer oben ohne ...
.99$
Das Museum of Modern Art (MoMA) hat jeden Freitag ab 16:00 (bis 20:00) freien Eintritt. Rechtzeitig anstellen, de Schlange geht sonst wieder ewig weit. Das Personal ist aber recht geüt und wird ganz fix mit dem 16:00-Ansturm fertig.
Das Metropolitan Museum of Art hat als Eintritt eine suggested donation 20$. Wer genau liest versteht auch, dass eigentlich um eine freiwillige Spende gebeten wird. Man wird auch für 2$ Eintritt reingelassen.Broadway-Musicals gibts zum halben Preis bei TKTS am Duffy Square nahe Times Square. Hier werden tagesaktuell nicht verkaufte Kartenkontingente nochmal verbilligt verkauft. Die angesagten Top-Shots sind nicht dabei, aber man hat trotzdem eine reichhaltige Auswahl. Aber Vorsicht: 50%-off können immer noch 60$ betragen! Wir haben uns Spamalot (Tony-Award 2005!) ausgesucht, die Musicalversion von Monty Python's "Ritter der Kokosnuss". Die erste Hälfte war etwas langweilig da sehr stark am Film angelehnt, die zweite Hälfte hat jedoch Fahrt bekommen und mich sehr begeistert.
Wenn man ein wenig sich umschaut kann man auf verbilligte Karten für Shows jenseits des Broadways kommen. Oder an eine kostenlose Kinovorführung, so wie wir es erlebt haben. Wir waren beim ersten öffentlichen Screening des Films "My Father's Will" dabei. Die Geschichte handelt von selfmade-Millionär Ferro Olivetti, der seinem Vater am Totenbett verspricht, ein Monat im Jahr ohne seinen Namen und seine Kreditkarten sich in New York durchzuschlagen.Was sich ganz spannend anhört war im Prinzip ein langweiliger, unglaubwürdiger, schon tausend mal gesehener Streifen über eine Liebesbeziehung, die nicht ins Kino gehört sondern ins nachmittägliche Hausfrauen-Fernsehprogramm. Wir haben jedenfalls unser bestes gegeben und anschließend in den Fragebögen ganz hart den Film zerrissen, soweit unsere Englischkenntnisse es zugelassen haben.
Mittwoch, 24. September 2008
Big Apple
Wir sind jetzt genau einen Tag hier, aber solange hat diese fantatsische Stadt gar nicht gebraucht, um uns voellig in ihren Bann zu ziehen. Zwei Stunden reichten voellig. Diese Stadt reißt einen mit voller Kraft sofort in ihr buntes, lautes, chaotisches, hektisches Treiben hinein. Tausende von Autos und Menschen wuseln sich durch gewaltige Strassenschluchten, die jedes Mittelgebirge gruen vor Neid werden laesst. Die Stadt ist nicht nur gross (in Flaeche), sondern auch gross (in Hoehe) ... und gross an Ego sowieso.
Mit uns ist auch George W. Bush am Montag in der Stadt gelandet, das hat das Chaos noch verstaerkt. An jeder Kreuzung New York Cops, Sicherheitspersonal und Secret Service in dunklen Anzuegen. Wir wohnen nahe der Uno uebrigens. Wir fuehlen uns sicher.So fuehlt es sich an, wenn man in der tollsten Stadt der USA ist. Jeden Tag hinter jeder Ecke was anderes Grosses. Schon am ersten Abend sind wir auf ein Filmset gestossen, ein kompletter Strassenzug war abgesperrt. Aber nur Touristen standen staunend rum. Der New Yorker nimmt solche Dinge schon gar nicht mehr als was besonderes wahr.
Bisher kannte ich New York natürlich nur aus Film, Fernsehen und Büchern. Cloverfield (Start wird demoliert), King Kong (Empire State Buildung wird erklettert), Shaft (Unterwelt wird aufgemischt), Spider-Man (Superschurken werden verkloppt), NYPD Blue (Unterwelt wird aufgemischt), Sex and the City (Shopping-Meile wird aufgemischt), Seinfeld (macht Spaesse) ... unweigerlich seh ich Szenen aus der Vergangenheit vor meinem geistigen Auge und Vergleiche vergangene Illusion mit der Realitaet. Die ist besser.
Es ist überwaltigend was man hier alles machen kann: Brooklyn Bridge zu Fuß überqueren, Empire State Building runterschauen, am Broadway Shows schauen, bei David Lettermans Show anstellen, MoMA besuchen, Times Square ueberqueren, Metropolitan besuchen ... All diese Dinge liegen praktisch vor der Haustüre.
Die Krise hat Amerika uebrigens wirklich erreicht. Auf der Fifth Avenue haben wir ganze zwei leerstehende (!) Geschaefte gefunden, wo sich sonst Luxus-Laeden nach der anderen aufreihen. Den Apple Store haben wir auch schon entdeckt, praktisch wie von Geisterhand angelockt; dort geht's zu als waere Sommerschlussverkauf, Montag abend um halb sechs gab es eine 10m lange Schlange an der Kasse.
Montag, 22. September 2008
Zahlendreher
38,889
64,249
599,351
8,274,527
Das sind die in Wikipedia aufgefuehrten (geschaetzten) Einwohner der Stadte Burlington, Portland, Boston und New York (kommt noch). Wir steigern uns also stetig.
Das sind dann 1250 Meilen oder 2000 km bei einem Verbrauch von 48 Gallonen oder 180 Liter Benzin. Macht zirka 9 l/100km.
Samstag, 20. September 2008
Sunny Side up
Aber: Es gibt etliche Dinge, die angenehm positiv sind, und die man leider nicht mit nach Hause nehmen kann.
- Autofahren: Wenn man aus Europa nach Nordamerika kommt, dann wechselt man aus einem sprichwoertlich verkehrstechnischen Kriegsgebiet ("Autobahn ist Kampfzone") in ein friedliches, wattiges Paradies, das von ruecksichtsvollen und entspannten Verkehrsteilnehmern bevoelkert wird, die nicht auf Vorfahrtrechte und PS bestehen. Wenn mich nicht noch die Automatikschaltung des Hyundai in den Wahnsinn treibt, und wenn ich nicht noch einen Anfall wegen der geringen erlaubten Geschwindgkeiten bekomme, dann waere ich auf Amerika's Highways fast integrationsfaehig.
- Sozialer Umgang: Klar, in Geschaeften gehoert einfach dazu, zu den Kunden hoeflich zu sein. Aber nicht nur dort, auch auf der Strasse, sobald man ein Problem oder eine Frage hat, es hilft einem jeder weiter. Freitag Abend bekamen wir sogar 1 Dollar in Muenzen geschenkt(!), um an der Telefonzelle Bill's Mobile anzurufen. Nachdem das nicht geklappt hatte, durften wir sogar das Handy des freundlichen Mannes benutzen. Einfach so. Wir haetten damit weglaufen koennen.
- Service: Mehr Personal ueberall! Im Restaurant, im Laden, im Hotel. Sogar in den Parkhaeusern sitzen noch "Wachmaenner" in kleinen Kanbinen, wo man sie in Europa schon laengst durch Kameras und Automaten ersetzt hat.
Gefahrgut-Transport
Wer im Urlaub abnehmen will, der hat mit USA ein denkbar schwieriges Reiseziel gesucht. Wer schon mal hier war, der weiss, dass einige Huerden zu ueberwinden sind, wenn man sich gesund ernaehren will. Uebergrosse Portionen, viel Fleisch, viel Fett und Zucker, kleine Preise und Snackmoeglichkeiten an jeder Ecke machen es zu einer echten Anstrengung, sich ausgewogen zu ernaehren.Hiermit gebe ich zu, wir waren bereits am Dienstag, also am ersten Abend in den Staaten bei McDonalds. Eine Notlage fuehrte uns zum ganz unteren Ende der Ernaehrungskette sozusagen. Es waren mit den Angestellten nur 10 Personen im Laden. Vier davon(!) waren derart voluminoes, dass sie zwar mit Muehe noch in unseren geraeumigen Hyundai gekommen waeren, aber Platz zum Atmen haette es nicht gegeben.
Aber es geht noch schlimmer. Donnerstag morgen gab's im Rodney Inn Motel bei Burlington "free continental breakfast". Das sah dann so aus: Toast, Marmelade und Butter mit Kaffee oder Saft ausm Pappbecher, das ganze selbst serviert auf Papptellern, garniert mit Plastikbesteck. Ich weiss nicht, auf welchen Kontinent sich das "continental" bezogen hat, auf den europaeischen zumindest nicht.
Aber das wenn man etwas sucht, dann findet man auch ganz das Gegenteil. In Portland ueberraschte uns das Restaurant Green Elephant mit einer exquisiten veganischen Kueche. Liebevoll zubereitete, phantasievolle Gerichte, voellig fleischfrei und perfekt im Geschmack. Himmlisch nach einer langen Autofahrt durch die White Mountains, bei der wir uns nur mit Pringles und Trail Food vollgestopft haben. Diese Dinger machen suechtig, vor allen Pringles mit "Cheddar Cheese", dass wir diese Gegenstaende and Bord als Gefahrengut eingestuft haben.
Freitag, 19. September 2008
Indian Summer
Vom indischen Sommer sieht man leider noch nicht viel. Ab und zu erspaeht man so die ersten Vorboten des beruehmten Indian Summer. Aber auch wenn man's Sommer nennt, es ist Herbst, und der Ausdruck soll einem eher drueber hinweghelfen, dass der Sommer vorbei ist. Und selbst wenn's noch ein paar warme Tage mit Sonnenschein gibt, bald schon liegt zentimeterweise Schnee hier rum und die Temperaturen im Keller. Bloeder Euphemismus.Unsere erste Etappefuehrt uns quer uebers platte Land, da wo Amerika noch urspruenglich ist und das Wahlkreuzchen fuer John McCain wahrschenlich noch mit der Heugabel gemacht wird. Mit dem gemieteten Hyundai gehts rucki-zucki in vier Stunden durch den Adirondack Park, den zweitgroessten Nationalpark der USA (nach Kanada). Wir haben uns schnell auf den American Way of Life eingestellt und steigen zum Schluss nicht mal mehr zum Fotografieren aus. Bequemlichkeit siegt.
Letzlich ist unser Ziel am Mittwoch die Stadt Burlington in Vermont. Die Faehre ueber den Lake Champlain verpassen wir um 20 Minuten, und somit muessen wir uns die Zeit totschlagen, bis die naechste kommt. Wir beschliessen im nahegelegenen Keeseville ein paar Vorraete zu kaufen. Im einheimischen General Store treffen wir auf ein paar Bewohner von Keeseville.
Sind sicher ganz nette Leute, aber alle etwas komisch. Entweder liegts an der langen Autofahrt, oder an den vielen (selbstgemalten?) Tattoos der Doerfler, die etwas ferngesteuert rumlaufen. Die Situation erinnert mich jedenfalls an einen Wes Craven Horrorfilm, bei dem sich die braven, harmlosen Einheimischen nach Sonnenuntergang in dumpfe, mordenden Zombis verwandeln, die mit Mistgabeln und Knueppeln jeden totschlagen der ihnen in den Weg kommt.
Die Faehre rettet uns hinueber ans andere Ufer, dort erwartet uns das kleine Uni-Staedtchen Burlington, ueberschaubar, sympathisch, etwas verschlafen und provinziell vielleicht. Aber vielleicht truegt der Schein: in der ersten halben Stunde haben wir 5 Polizeistreifen gesehen! In den fuenf Tagen Toronto kann ich mich an kein einziges Polizeiauto erinnern. Es kam dann noch ein Feuerwehreinsatz und mit Blaulicht durch Downtwon rasende Cops dazu. Nochmal zurueck zum "verschlafen": Um 22.00 wurden bei 80% der Kneipen die Stuehle hochgestellt.
You are leaving the Canadian Sector!
- Ein pakistanisch aussehender Mann Mitte 60, der wohl Geschaeftsreisender war.
- Ein 18-jaehriger Kanadier mit Skate-Board und laengeren Haaren, der mit seiner Freundin ein paar Tage Urlaub in den USA machen wollte. Seine Freundin durfte einreisen, er wurde per Taxi wieder auf die andere Seite gefahren.
Beide konntem dem Grenzbeamten nicht glaubhaft versichern, dass sie gute Gruende ("ties to Canada") haben wieder nach Kanada zurueckzukehren. Dann sieht es auch mit der Einreise duester aus: Homeland Security sind 22 Millionen illegale Einwanderer schon zu viel, mehr sollen es bitte nicht werden.
Nur ist es schwer wirklich glaubhaft nachzuweisen, dass man eine eigene Familie hat und/oder einen festen Job. Heiratsurkunde? Gehaltszettel der letzten drei Monate? Jeder Single oder jeder Selbstaendige ist schon mal verdaechtig. Aber was nuetzt das alles, denn letzlich koennen die Dokumente auch gefaelscht sein. Wenn dann noch das Aeussere nicht stimmt (zerschlissene Skater-Klamotten, arabisch-muslimische Erscheinung), dann ist die Grenze dicht. Und die Tuer fuer Willkuer offen.
Das zum ersten Eindruck. Wellkamm to Amerikka!
Dienstag, 16. September 2008
Mars ... the Final Frontier?
Sollen wir zum Mars fliegen? Und falls ja, was wollen wir da oben eigentlich? Im Ontario Science Center von Toronto kann man sich in einer aktuellen Ausstellung mit diesem Thema auseinandersetzen. Sollte man, oder besser lieber nicht?Die Kosten fuer ein solches Programm gehen in die astronomische Summe von mehreren Billionen Dollar, so eine Schaetzung von Experten. Aber abgesehen von der Finanzierung sind die technischen Probleme, die es zu bewaeltigen gilt fast noch groesser. Bemannte Raumfahrt zum Mars benoetigt Loesungen fuer ganz prinzipielle Probleme:
- Wie kann man die Astronauten/Kosmonauten/ ... fuer den koerperlichen Gefahren einer solchen Reise ausreichend schuetzen? Da waeren zum einen Schaeden durch kosmische Strahlung, aber auch die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Knochen, Muskeln und sogar auf das Gehoer, die verhindert werden muessen.
- Wie baut man in dieser hoechst lebensfeindlichen Umgebung einen Lebensraum auf, der sich selbst am Leben erhaelt und die Menschen vor den Umwelteinfluessen des Mars schuetzt?- Wie soll Transport auf dem Mars und die Erforschung des Mars funktionieren, wenn die Atmosphaere einfach zu duenn ist um z.B. Ballons, Flugzeuge oder Helikopter in der "Luft" zu halten?
Letztendlich muss man sich auch der Situation stellen, dass man Menschen auf dem Weg zum Mars auch einfach in den sicheren Tod schickt, denn sobald irgendetwas schiefgeht ... eine Rettunsgmission ist einfach nicht moeglich.
Unsere Reise nach Nordamerika erscheint ploetzlich so einfach und unkompliziert.
Die Ausstellung ist nur ein kleiner Teil des Ontario Science Centers, das man gut mit dem Deutschen Museum in Muenchen vergleichen kann. Beide sind sehr gross, zu gross um alles an einem Tag zu sehen. Man kann bei beiden eine Jahresmitgliedschaft erwerben. Es gibt ein Planetarium. Und in beiden kann man viele Experimente selbst machen, um die Hintergruende oder Effekte besser zu verstehen, wobei hier das Ontario Science Center besser abschneidet. Aber das kann auch an der verspielten Liebe der Nordamerikaner zu Show und Action liegen.
Zu guter Letzt nochmal zum Mars zurueck: man waere auch sehr einsam auf dem Mars, und dann macht es da auch keinen Spass, oder?Filmstadt Toronto

Montag, 15. September 2008
Party in the 51st

Nach fast zwei langen Jahren haben wir gestern endlich Curty wieder getroffen. Ziemlich cool und aufregend. Das Beste was man da machen kann: Trinken gehen! Nach einem leckerem Thai-Meal gings ueber ein Pub zum Biermarkt. Sehr gute Stimmmung, 190 Biere aus 29 Laendern, Live-Musik und viel Party und Tanz. Besonders interessant ist das "St.Pauli Girl"-Bier aus Deutschland, von dem ich noch nie was gehoert habe. Ist wohl nur fuern Export.
Danach gings dann weiter zu einer pre-wedding Party, die in einem Lokal Bay Street/Bloor war. Der Aufzug hatte nur zwei Knoepfe, die mit "2" und "51" beschriftet waren; wir waren also ganz oben! Super Lokalitaet, mit wahnsinniger Aussicht auf die verregneten Wolkenkratzer-Schluchten von Downtown Toronto. Bladerunner laesst gruessen.
Heute war's dann eher Standard-Touriprogramm-> CN Tower. Aus circa 340 Metern Hoehe konnten wir genau sehen, von wo aus wir gestern (51. Stock) auf die Stadt geblickt haben. Wichtige Details zum Turm an sich (eine offizielle Angabe!): er ist so schwer wie 24.173 "grosse Elefanten". Ein sehr hilfreicher Vergleich, um sich die Masse des Turms zu veranschaulichen. Jedoch ist dabei der Hinweis "gross" extra betont, denn viele Menschen bekommen sonst schnell eine falsche Vorstellung von den wahren Verhaeltnissen, sie denken oft an durchschnittlich grosse oder gar an kleine Elefanten, die wegen ihrer geringen Groesse gerne mit Maeusen verwechselt werden. Ob es sich um afrikanische oder asiatische Elefanten handelt ist unbekannt.
IKE sucht TINA
Tatsaechlich bekommen wir noch die Auslaeufer von Hurrikan Ike mit, wenn auch nur in stark abgeschwaechter Form: leichte Windboen ab und zu, viel Regen, mild-feuchtes (Tropen-)Klima und verdammt hohe Temperaturen bis tief in den Morgen hinein, so um 20 Grad Celsius. Morgen ist mit dem Regen aber Schluss!Um auf laufenden zu bleiben schauen wir morgens Nachrichten. Ich will mal kurz wiedergeben, mit welcher Werbung man dann so konfontiert wird:
- Erstmal Special Offer fuer extra leckere neue Burger, jetzt noch billiger und noch groesser
- Dann Werbung fuer Imodium Akut, wenn's mal mit der Verdauung nicht so klappt
- dayu Centrum, Vitamine von A bis Zinc
- Umluft-Reiniger auf UV-Basis fuer das hauseigene Belueftunsgsystem, das Bakteriem und Allergene killt
- Werbung fuer die neuste, modernste Raffinerie von Marathon bei New Orleans, um Amerika unabhaengiger zu machen
Kann sich denken wer will was er will.
Endlich in GTA
Z.B. stehen in unserem Block, in dem wir unser Hotel haben, abends immer ein paar "Hookers" rum, also leichte Maedchen, die nur darauf warten, ein paar einsame Maenner gluecklich zu machen. Wobei es eher schwere Maedchen sind, nachdem was ich gesehen habe. Und das ist jetzt nicht von mir erfunden, Gabe kann es bestaetigen.
Sonntag, 14. September 2008
Warm & Feucht

Donnerstag, 11. September 2008
Unsere Durchweicht ...
Sommerpause vorbei
Freitag, 1. August 2008
Hr Reichert vs. Eastpack
Zuerst dachte ich, ich würde hier eine gute Anregung finden, was ich
gegen Rückenschmerzen tun kann. Denn der Artikel beginnt mit einer kleinen Einführung über Umhängetaschen, die anscheinend den Rücken falsch belasten. Wie im Text empfohlen: Ich habe dann sogar meine Tasche ausgeleert und den Inhakt analysiert, um unnötiges Gewicht zu vermeiden. Nachdem ich alle Kondome entfern hatte (1 Stück, schon seit 2004 abgelaufen!) hatte ich mehr Hoffnung für meine geschundene Wirbelsäule.Aber schnell nimmt der Artikel eine ganz andere Richtung, das Thema wechselt zu erwachsen werden und Verantwortung tragen. Hauptthese (verkürzt): Menschen über 30 sollen gefälligst Verantwortung statt Umhängetaschen tragen! Als ob sich das daran festmachen lässt. Oder an Turnschuhen. Oder an T-Shirts statt Hemden.
Eigentlich ist das schöne an diesem Land, das jeder machen kann was er für sich als richtig erachtet. Frauen können zum Beispiele selbst entscheiden, ob und wann sie Kinder haben, und wieviele. Paare können sich entscheiden, ob sie Heiraten wollen oder nur zusammen leben. Männer können Elternzeit nehmen, oder eben nicht. 40-jährige können Adidas tragen, oder eben nicht. Du kannst Fernsehserien oder Opern verschlingen, Rambo oder Fellini gucken, x-Box oder Klavier spielen, lange Haare, kurze Haare, gar keine Haare, spielt alles keine große Rolle.
Interessant ist nur, dass Martin Reichert sonst für die TAZ schreibt. Und wohl einer von denen ist, die in anderen Menschen immer zu wenig Engagement und Verantwortungsbewusstsein für alles erkennen. Politisch, sozial und ökologisch gesehen wir sind alle eine reine Katastrophe. Solche Menschen rechnen einem schnell mal vor, wieviele vom Aussterben bedrohte Tierarten ein Kurzurlaub nach Rom mit Flugzeug tatsächlich zum Aussterben gebracht hat. (Wobei er da schon auch Recht hat.)
Mit seinem Buch nimmt er meiner Meinung das unter Beschuss, was eigentlich uns allen das wichtigste sein sollte: das Recht darauf anders zu sein. Anders als die Nachbarn. Anders als die Eltern. Anders als alle anderen. Und trotzdem ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein.
Ich blicke auf meine Tasche, die ist ein wenig beleidigt wgn Hrn. Reichert. Weißt Du was, Herr Reichert? Wenn jemand glaubt es soviel besser zu wissen und meint, mit seiner Weißheit andere Leute erlösen zu müssen, dann ist das arrogant. Dazu fällt mir adoleszent-rotzig nur ein pubertäres "Fuck you!" ein.
Montag, 28. Juli 2008
Nuckelflasche
25%
Donnerstag, 24. Juli 2008
The Dark Knight
- Dark Knight ist der Kinofilm, der das bislang beste Kinostartwochenende hingelegt hat. Tausende Amerikaner können sich nicht irren, oder? Okay, schwacher Grund ...
- Heath Ledger ist tot, und doch lebt er noch. Jedenfalls gibt es dem Kinobesuch eine besondere, düstere, sogar traurige Note, wenn dieser talentierte, aber innerlich so zerrissene junge Mann seine letzte Vorstellung gibt. Und auch nach seinem Tod berührt er uns noch von da oben herab.
- Der ganze Film wurde im IMAX-Format gedreht. Man kann ihn also in einigen speziellen Kinos sogar in einer 3D-Rundum-Vollraum-Vision sehen. Was hat man im normalen Kino davon? Eine bessere Filmqualität, da er vom hochauflösenden 65mm Material auf das 35mm-Filmformat runterkopiert wird.
- Regisseur Christopher Nolan wollte möglichst wenig computeranimierte Tricks zeigen. Bis auf wenige Ausnahmen sind fast alle Actionszenen mit echten Menschen und echten Kameras gedreht. Mehr "echt" geht in einem Blockbuster nicht mehr. Und vor der Leistung dieser Stuntmen sollte man sich verneigen. Nachmachen nicht empfohlen.
- Der Film wird vom gleichen Team gemacht wie schon Batman Begins. Mann kann sich also auf einen weiteren düsteren, realistischen Krimi-Thriller freuen, der sich weniger auf Superkräfte und Monsterschurken, stattdessen auf den ganz normalen Wahnsinn einer korrupten Gesellschaft verlässt.
Finally Finale!
Dienstag, 15. Juli 2008
Montag, 14. Juli 2008
not so cool: iPhone killed my Contacts
Zum Ausflippen. Wobei ich da selber schuld bin, öfter mal synchronisieren schadet nix. Nachdem ich dann am Samstag wieder den Stand von Dezember 2007 hergestellt hatte, konnte ich mich mit den wirklich neuen, coolen Dingen beschäftigen. Von jetzt an kann man fremde Anwedungen auf seinem iPhone installieren.
Und das beste und verblüffendeste was ich bisher gefunden habe ist
SHAZAM. Dieses kleine Tool macht es möglich, dass das iPhone Musik durch zuhören erkennt! Einfach nur an den Lautsprecher des Radios, der Stereoanlage, des LapTops, des Cafes ... halten. Nach ca. 15 Sekunden bekommt man eine Info über Titel, Sänger etc. Und das ganze kostenlos! Alles was ich bisher ausprobiert habe wird tadellos erkannt, selbst verrückte Dinge auf FM4. Nur bei bestimmten Free Jazz Nummern (Jazz Week-End!) hats nicht geklappt. Wenn das nicht wirklich cool ist?Und weil wir grade beim neuen iPhone 3G waren, ein paar Neuseeländer haben ihres aufgebohrt. iPhone-Hasser kommen auf ihre Kosten. Hier kann man sehen was sie darin alles gefunden habe. Auf diesem Bild steht sogar ganz oft ein ganz bestimmter Firmenname. Alles klar?
Und noch ein letztes: Als Plug-In für den Firefox kann ich mal PicLens empfehlen. Damit werden alle Bilder einer Web-Site in einer anspruchsvollen virtuellen Galerie übersichtlich zum Durchblättern und Reinzoomen angezeigt. Als 3D-Suche sazusagen. Das ganze klappt sogar mit Filmdateien, zumindest auf der Hauptseite von PicLens. Mehr gibts auch hier zu sehen.
Freitag, 11. Juli 2008
Rollrasen (2)
Kleiner Nachtrag zum Rollrasen. Laaangweilig. Wie alles auf der Welt, wenn man nichts draus macht. Dafür muss man schon selber was tun. Flasche Rotwein, ein paar Freunde und gute Gesprächsthemen einpacken, schon wird das was.
Die Zeit jedenfalls findet die Aktion ganz und gar nicht langweilig, in der Ausgabe vom 3.7. gabs ein großes Foto und ein bisschen Text dazu.Was eigentlich noch fehlt ist so ein richtig fertiger, heruntergekommener Club gleich neben an. Nach durchgemachter Nacht morgens um fünf Uhr zum Chillen ins Gras legen. Herrlich im Sommer.
Und im Winter? Ideal zum Rodeln und Snowboarden, wetten?
Ticket nach Berlin
Das Schlimmste was einem passieren kann, wenn man mit fünf Freunden mit dem Zug nach Berlin fahren will? Zehn Minuten vor Abfahrt feststellen, dass man das gemeinsame Ticket anscheinend doch zuhause vergessen hat.Wie kann man nur das wichtigste Dokument, das man an so einem Tag braucht, und von dem auch noch die Mitfahrer abhängig sind, wie kann man das nur zuhause vergessen? Es war tatsächlich nach dem Aufstehen das erste was ich gamcht hatte: Ticket in Tasche. Leider hab ich auch Flasche in Tasche. Flasche nicht ganz zu, Sachen nass, Ticket aus Wassertasche gerettet, und dann nach Trockenlegung liegen gelassen. Wenn es schon so losgehen würde, wie sollte der Rest dann noch werden?
Zum Glück weicht die Realität von Killer-Videospielen stark ab. In GTA4 wäre ich nur fürs zuspät kommen ... naja, lassen wir das. Die netten Mitfahrer nahmens locker und gelassen. Ein Bierchen verkürzt die Wartezeit. Mit einer Stunde Verspätung gings dann endlich los, ab ins große Abenteuer.Mit der Unterkunft hatten wir einen echten Glücksgriff gemacht. Alles schön eingerichtet (Handtücher, Bettbezüge, Wandbilder: alles orange), hell und geräumig. Das Baugerüst außen störte kaum, der Berliner arbeitet anscheinend nicht so früh. Strategisch günstig im Grenzgebiet zwischen Mitte und Prenzlauer Berg.
Wenn sechs verschiedene Leute gemeinsam aufbrechen, dann ist es eigentlich ganz natürlich, dass es total verschiedene Ansichten, Vorstellungen und Wünsche gibt. Deshalb wurde bereits recht bald der Gruppenzwang aufgebrochen, und am letzten Tag ging sogar jeder seinen eigenen Weg. Um so schöner wars dann, wenn wir uns abends alle wieder in unserer Stammkneipe zum Ratschen und Trinken getroffen haben.
Berlin hat so unendlich viel zu bieten, dass einem fast schwindlig werden kann. Die meisten Tourisachen haben wir schon abgeklappert: Potsdamer Platz, Curry-Wurst essen, Brandenburger Tor, Friedrichstraße, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Kulturbrauerei, KdW, Neue Nationalgalerie, Holocaust-Denkmal, Dussmann Haus der Kultur, und und und.Richtig gefährlich ist es nie geworden. Soll man vielleicht einfach mal dazu sagen. Man hört und liest ja immer jede Woche davon. Dazu waren wir einfach in den falschen (oder richtigen) Vierteln unterwegs. Sonntag nachmittag war i
ch zusammen mit Helena in Neukölln unterwegs, einem der beiden Problem-Kieze Berlins. Du fährst 20 Minuten mit der U-Bahn und bist praktisch in einer komplett anderen Stadt. Schon allein vom Straßenbild her. Echte Parallelwelten. In Prenzlauer Berg spielen beinahe schon Kinder auf der Straße, und Neukölln denkst Du da steht der Drogendealer Deines Vertrauens an der Ecke. Die meisten Leute, denen wir begegnet sind, machten auf mich den offensichtlichen Endruck, als hätten sie mindestens ein Problem, wenn nicht mehrere. Und modische Probleme meine ich damit nicht, eher schon: Probleme finanzieller Art, sprachlicher Art, familiärer Art, gesundheitlicher Art, drogentechnischer Art. Menschen vom schächeren Ende der Gesellschaft in solch einer hohen Konzentration, kein Wunder dass es hier öfter mal knallt.
An und für sich sind die Berliner aber schon sehr okay. Berliner Schnauze hatten wir auch des öfteren erlebt. So zum Beispiel die Bedienung im Weltempfaenger beim Abrechnen: "So, mit wem fang ich an? Erstmal mit Dir, Du bist ja auch am wenigsten betrunken!" Frecheit, Beleidigung. Ein anderes Beispiel (kolportiert von Mr. Smith) war der Raucher, der im Freien von Nachbarn zum Nichtrauchen aufgefordert wurde und nur mürrisch erwiderte: "Nichtraucher ist auch im Sommer drinnen!"
Letztendlich habe ich die fünf Tage in Berlin sehr genossen. Und wie eine leckere Curry-Wurst war auch dieser Genuss viel zu schnell vorbei. Das letzte Handicap war nur noch die Heimfahrt, meine guten Freunde waren mittlerweile misstrauisch genug, ob ich nicht auch noch die Rückfahrkarte versemmeln würde. Auch ein regelmäßiger Ticket-Check alle zehn Minuten ("Guck mal, iss noch da!") erweiterte das Vertrauen nicht. Hat dann doch geklappt, nur meine Lieblingsmütze, die muss mir beim letzten Ticket-Check im Bahnhof aus der Tasche gefallen sein. Um die ist's schon ein bisschen schade. Die hol ich mir vielleicht im August wieder zurück.Donnerstag, 10. Juli 2008
Weltempfängerheimat
wunderbare Kneipe mit angegliederter Pension. Wir hatten unsere Unterkunft zwar im Haus nebenan, das hielt uns aber nicht davon ab beim ersten Frühstück die Frage "Seid ihr Gäste in der Pension?" eifrig zu bejahen. Das kleine Versehen hatte sich dann beim Zahlen aber schnell aufgeklärt. Lag wohl an der Sprachbarriere.Hier ein paar Eindrücke wie es dann so nachts da aussieht. Schnell hatten wir beschlossen, dass unsere Abendabsacker am besten hier schmecken würden. Bereits am dritten Tag wusste die Bedienung genauestens, wer von uns den spanischen Rotwein (Turbonello oder so ähnlich), das Hefeweizen und wer die Biere bekommt. Sogar die Zahl der zu erwartenden Grappe konnte sie schon bald korrekt im Voraus abschätzen. Es geht nichts über geschultes Fachpersonal.
Besonders skurril war der letzte Abend, als Punkt 1.00 die Rolläden vor den riesigen Fenstern plötzlich mit einem Knall runterfielen. Als müsste man die Schotten dicht machen und den Bunker gegen fiese Invasoren verteidigen. Leider darf ich nicht erwähnen, wie abgefahren es dann noch weitergegangen ist, denn das ganze lief am Rande der Illegalität, und ich möchte nicht dass irgendwer Schwierigkeiten bekommt.
Wer also nach Berlin fahren will, ich kann's nur empfehlen, im Weltempfaenger vorbeizuschauen! Stilvoll eingerichtet, nicht überlaufen, feines Frühstück, gute Tageskarte für abends, Gäste und Personal sehr sympathisch, und nur zehn Minuten von der Kastanienallee entfernt. Was will man mehr?Weltempfeanger
Anklamer Straße 27
10115 Berlin



