Heute bin ich aus Berlin zurückgekommen, mehr dazu in anderen Einträgen. Nur das muss ich jetzt noch loswerden. Als Marvel-Comic-Anhänger bin ich heute noch in die Vorpremiere von Der unglaubliche Hulk gegangen. Während des Films beginne ich bereits mir zu überlegen, was ich denn wohlwohlendes dazu schreiben könnte. Vor etwas anspruchsvolleren Freunden schadet es nicht, seinen trashigen Handlungen intellektuellen Nährboden zu geben. Ich dachte an in etwa folgendes:Dieser Film ist mehr als eine Comic-Verfilmung! Er zeigt die verzweifelte Flucht von Bruce Banner (Edward Norton) vor dem übermächtigen Militär, seine Entfremdung und seine Furcht vor seinem inneren Selbst. Eine Parabel darüber, wie wir Menschen versuchen, urzeitliche Triebe durch zivilisatorische Errungenschaften in Zaum zu halten. Um daran zu scheitern. Und nicht zu letzt ist es die Geschichte der gescheiterten Liebe zwischen Banner und Betty Ross (Liv Tyler).All das kann ich mir sparen, denn ich will jetzt auch kein Loblied anklingen lassen oder gar jemand dazu animieren, für Hulk ins Kino zu gehen. Nicht weil der Film schlecht wäre. Nein, denn das kann ich gar nicht beurteilen. Wieso das? Tja: Ich habe gar nicht den kompletten Film gesehen! Gefühlte 20 Minuten wurden am Ende herausgeschnitten. Und zwar so dilletantisch auffällig, dass sogar eine Lobotomierter die Sprünge in Handlung und Ort bemerkt hätte. Sowas ... macht ... mich ... WÜTEND !!!
Absolut ärgerlich und nicht nachvollziehbar, weshalb der Endkampf derart "entschärft" wurde. Zwei überlebensgroße Titanen -eindeutig als nicht real zu erkennen- kloppen sich die Schädel ein und legen dabei halb Manhatten in Schutt und Asche. Klar, da gehts nicht zimperlich zu, aber kein Blut, keine Folter, kein Köpfen (soweit ichs weiß, gesehen hab ich's ja nicht), kein böses Knochenbrechen ist zu sehen oder zu erwarten. Aus welchen Gründen hat man derart brutal am Film rumoperieren müssen?
Fazit: Auch wenn Edward Nortons Schauspiel sehr sehenswert ist, abwarten bis die "Erwachsenenversion" auf DVD rauskommt. Da hat man mehr davon. Und wird nicht wütend dabei.
Nachtrag: Frei ab 12??? Welcher 12-jährige will sich den Bitte den Hulk anschauen? Die kennen den grünen Goliath doch gar nicht mehr. Frust.

3 Kommentare:
Also Edward Norton mal in einem schlechten Film. Schade. Wäre aber ohnehin nicht reingegangen, ich fand Hulk nie besonders sympathisch. Batman ist der einzig ware Held.
Richtig schlecht isser ja nicht. Norton hat mich begeistert, die getriebene Figur Bruce Banner spielt er super. Ist auf jedenfall ein Hingucker. Erst gegen Ende kippt der Film in den Genre-typiscen Plot, der einen titanischen Zweikampf mit einem Superbösewicht verlangt. Und die offensichtliche Kastraktion ist für mich schließloich der Todesstoß. Auf DVD in voller länge sicher sehenswert.
also ich war a extrem enttäuscht
aber evtl heilt die dvd die entstandenen wunden :)
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