Donnerstag, 10. Juli 2008

Radiohead, wet wet wet

Der eigentliche Grund nach Berlin zu fahren war das Radiohead-Konzert am 9.7. Ziemlich weit in den Osten der Stadtmusste man fahren, um in der "Wuhlheide" dann mit geschätzten 15000 anderen die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen.

Alles weitere was man dann erhaschte, waren mehrere kräftige Regenschauer. Und irgendwie hatte ich keine Ahnung, dass es sich um ein Open Air Konzert handelte. Oder besser: ich hatte mit zu viel Optimismus meinen Rucksack gepackt. Das macht den Rucksack leichter, aber nicht unbedingt das Leben.

Das ganze hatte jedoch keine Auswirkung auf die Konzertlaune. Die Vorband "Modeselektor" waren schnell vergessen, als die Jungs von Radiohead rauskamen. Ganze zwei Stunden spielten sie ihre besten Stücke.

Das Publikum, also zumindest die Leute um uns rum, waren total nett. Ein Mädchen hatte aus Versehen mein gerade frisch eingetroffenes, volles Bier durch einen Stoß mit dem Fuß gekillt. Sofort ist sie los, ich konnte sie gar nicht zurückhalten und war auch gleich mit einem neuen Bierchen da. Was sie genau an der acht Meter langen Schlange gemacht hat (Gabe hatte 15 Minuten(!) zum Bierholen gebracht), keine Ahnung, da war sie vielleicht auch einfach nur nett.

Noch ein Wort zu improvisiertem Regenschutz aus Plastiktüten. Das ist wie bei einem Zelt oder Regenschirm. Irgendwo muss das Wasser ja runterlaufen. Und bevorzugt da, wo man die windige Tüte festhält, damit die Sturmböen den dünnen Schutz nicht wegblasen. Bis zum Ellenbogen ist es gekommen. Mein ewiger Dank gilt aber Mr.Smith, der mir am Nachmittag noch spontan seine Jacke für den Abend geliehen hatte. Ohne diese wär's wohl wirklich schlecht um mich bestellt gewesen.

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