Wir sind jetzt genau einen Tag hier, aber solange hat diese fantatsische Stadt gar nicht gebraucht, um uns voellig in ihren Bann zu ziehen. Zwei Stunden reichten voellig. Diese Stadt reißt einen mit voller Kraft sofort in ihr buntes, lautes, chaotisches, hektisches Treiben hinein. Tausende von Autos und Menschen wuseln sich durch gewaltige Strassenschluchten, die jedes Mittelgebirge gruen vor Neid werden laesst. Die Stadt ist nicht nur gross (in Flaeche), sondern auch gross (in Hoehe) ... und gross an Ego sowieso.
Mit uns ist auch George W. Bush am Montag in der Stadt gelandet, das hat das Chaos noch verstaerkt. An jeder Kreuzung New York Cops, Sicherheitspersonal und Secret Service in dunklen Anzuegen. Wir wohnen nahe der Uno uebrigens. Wir fuehlen uns sicher.So fuehlt es sich an, wenn man in der tollsten Stadt der USA ist. Jeden Tag hinter jeder Ecke was anderes Grosses. Schon am ersten Abend sind wir auf ein Filmset gestossen, ein kompletter Strassenzug war abgesperrt. Aber nur Touristen standen staunend rum. Der New Yorker nimmt solche Dinge schon gar nicht mehr als was besonderes wahr.
Bisher kannte ich New York natürlich nur aus Film, Fernsehen und Büchern. Cloverfield (Start wird demoliert), King Kong (Empire State Buildung wird erklettert), Shaft (Unterwelt wird aufgemischt), Spider-Man (Superschurken werden verkloppt), NYPD Blue (Unterwelt wird aufgemischt), Sex and the City (Shopping-Meile wird aufgemischt), Seinfeld (macht Spaesse) ... unweigerlich seh ich Szenen aus der Vergangenheit vor meinem geistigen Auge und Vergleiche vergangene Illusion mit der Realitaet. Die ist besser.
Es ist überwaltigend was man hier alles machen kann: Brooklyn Bridge zu Fuß überqueren, Empire State Building runterschauen, am Broadway Shows schauen, bei David Lettermans Show anstellen, MoMA besuchen, Times Square ueberqueren, Metropolitan besuchen ... All diese Dinge liegen praktisch vor der Haustüre.
Die Krise hat Amerika uebrigens wirklich erreicht. Auf der Fifth Avenue haben wir ganze zwei leerstehende (!) Geschaefte gefunden, wo sich sonst Luxus-Laeden nach der anderen aufreihen. Den Apple Store haben wir auch schon entdeckt, praktisch wie von Geisterhand angelockt; dort geht's zu als waere Sommerschlussverkauf, Montag abend um halb sechs gab es eine 10m lange Schlange an der Kasse.
















