Donnerstag, 29. Mai 2008

I'm driving in my car, ... on the road to hell

Als ich gestern aus dem Haus gegangen bin, da lief ich förmlich gegen die erste von zwei Wänden. Es war so feucht, trocken und schwül wie in einem Hamam, ich war total erschlagen. Da hatte ich schon eine gewisse Ahnung, wie der Abend in der Alten Mälzerei so wird. Denn: Ich war auf dem Weg zum Konzert von Tito & Tarantula.

(Wer jetzt denkt "Wer issn das, die kenn ich nicht..." sollte sich mal kurz das anschauen. Dann ist alles wieder klar, oder?)

Die zweite Wand, gegen die ich also lief, befand sich dann ziemlich genau auf Höhe der Eingangstür in die Mälze. Es kam mir so vor, als sollten die Bierchen an diesem Abend gar nicht wirken, da der Alkohol schneller ausgeschwitzt als resorbiert würde. Soviel zum Klima.

So richtig wusste ich eigentlich nicht, was mich erwartet, da ich nur vom Hören-Sagen die Band kannte. Aber: Drei Gitarren, ein Schlagzeug, der Einsatz von Melodieinstrumenten nur im äußersten Notfall, das konnte letztlich gar nicht sooo schlecht sein.

Der Sänger hat mich übrigens sehr an einen der DJs aus der No.7-Bar erinnert. Solange er die große Sonnebrille aufhatte. Und nett war er. Auf den Publikums-Zuruf "Hau ab Du dreckiges Arschloch" bedankte er sich mit "Thank you very much!" ?!? Wäre ihm in den Staaten sicher nicht passiert.

Die Musik rockte, war laut, lässig, manchmal sogar bluesig. Salma Hayek war nicht zu sehen, auch kein guter Ersatz greifbar. Eye-Candy: Die Bassistin mit der Austrahlung eines Eisbergs, die durch ihre stylische 50er-Jahre-Pony-Frisur verschärft wirkte.

Kurz vor Mitternacht machte sich der Alkohol dann doch bemerkbar: Mit letzten Kräften kritzelte ich mir vorm Bettgehen noch ein paar Worte auf die Hand, die mir in dem Moment zu wichtig erschienen, als dass ich sie am nächsten Morgen in aller Eile vergessen durfte:

"Vor Arbeit Duschen!"

Schimmel im Grill


Und wie man ihn wieder los wird. Hoffentlich. Heute vor zwei Tagen wars, und ich lebe noch, also muss es das richtige gewesen sein.

Das ist übrigens Mr.H's Grill. Eigentlich prima in Schuss. Topteil, mit 2400 cm² Garfläche. Höhenverstellbarer Rost. Feuerverzinkt. Trotzdem: Rost leicht schimmelanfällig!
Halt keine Weltraumforschung.

Viele nützliche Tipps und Anregungen findet man übrigens hier bei den Natural Born Grillers. Besten Dank an dbprivat für den Link.

Noch mal so ein Grund


Teil 2 der großen "Warum es im Sommer so toll ist, in Regensburg zu sein"-Trilogie. Der erste Grund dafür war ja hier.

Diesmal: Der Bismarckplatz.

Der dritte Teil folgt sobald ich dazu komme auch diesen Luxus gebührend auszunutzen.

Montag, 26. Mai 2008

Früchtchen mit Kruste

Gestern letzter Tag der Dult, und ich habe es grade mal noch so geschafft. Einmal hingehen sollte man ja schon. Es gibt für jeden was "Besonderes" und Außergewöhnliches dort. Wobei dieses Besondere, Einzigartige, Unverwechselbare der Dult je nach individuellem Geschmack, Sinn für Humor und sozialer Toleranzschwelle variiert.

Was mir aufgefallen ist: 17:00 Uhr, und es sind erstaunlich wenige Leute mit diesem Blick unterwegs. Ihr wisst schon, mit diesen leicht glasigen, bierseeligen Blick.

Stattdessen gab's aber etliche junge Leute mit Hautrötungen im Gesicht-, Kiefer- und Halsbereich zu sehen, vorwiegend in der Nähe des Auto-Scooter. Das waren nicht alles nur Knutschflecken, da bin ich mir fast sicher. Die bilden selten kleine Blutkrusten. Ich denke eher an ein andere Arte heftiger, emotionaler Auseinandersetzung als wildes Küssen. Somit stirbt nicht jede Tradition aus, wenn schon das Rauchen und Trinken so unter Beschuss ist, dann bleiben uns zünftige Schlägereien noch immer erhalten.

Klarer Vorteil übrigens für die Mädels, die haben's da einfacher, die können sowas einfach wegschminken. Wobei das in dem einen Fall, den ich gesehen habe, auch nicht viel geholfen hat: zu groß war die Rötung und Schwellung im Backenknochenbereich als dass sie es hätte noch dezent retuschieren können.

Die mit Schoko überzogenen Erdbeer-Spieße (meine persönliche Sensation auf der Dult) waren übrigens lecker. Vor allem die Kruste. Aus Vollmichschokolade.

Sonntag, 25. Mai 2008

21:23 Uhr: 50,25%

Seit fast vier(!) Wochen zocke ich an GTA4: Liberty City, und heute habe ich die 50%-Marke überspingen, die Hälfte des Games habe ich durch. Wow. Das Spiel ist ein echtes Monster.

Hier mal wieder ein kleiner Schnappschuss, wie schön es in Liberty City ist. Den Heli steuere ich.

Dr.Wolli

Die Regensburger Lokalpolitik zeichnet sich seit letztem Jahr durch ein paar Facetten aus, die sogar überregionale Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Ergebnis der Stadtratswahlen hat Hans Schaidinger und seine CSU mit Joachim "Wolli" Wollbergs und seiner SPD zusammengeheiratet. Für Wollbergs sprang sogar ein neuer Posten heraus, der des "Dritten Bürgermeister". Seither ist er in fast jeder Ausgabe meiner Lieblings-Regional-Zeitung abgebildet. Als offizieller Verteter der Stadt bei Goldenen und Diamantenen Hochzeiten, 90. oder 100. Geburtstagen usw. schüttelt er freundlich Hände und lächelt in Pressekameras.

Ich kenne SPD-Wähler, die bei der Kommunalwahl die SPD nicht gewählt haben, eben weil sie mit Wolli Wollbergs und seiner Politik nicht zu frieden sind. (Sind das dann eigentlich noch SPD-Wähler?) Wie die das wohl finden, dass Wollbergs jetzt auch noch mit diesem Amt belohnt wird, obwohl er fast 5% Stimmenverlust im Vergleich zur Vorwahl eingefahren hat?

Und nochmal zurück zu den mannigfaltigen Aufgaben, die man als Repräsentant der Stadt Regensburg hat. Früher ist nämlich Hans Schaidunger zu den oben genannten Terminen geeilt. War das auch Thema der Koalitionsgespräche, gab's vielleicht sogar Streit drum?

Hansi: "Wolli, wenn Du Bürgermeister werden willst, dann musst ab jetzt Du zu den alten Leuten hingehen, ich hab da keine Lust mehr ..."

Oder wars eher umgekehrt: "Hansi, pass auf, ich mach's mit Euch in der Koalition, aber nur wenn ich zum Gratulieren raus darf, ich bin doch auch so gern in der Zeitung."

Entdeckt!

Aufmerksame Leser von Werbebeilagen haben letzte Woche eine meiner geheimen Nebentätigkeiten entdeckt. Tatsächlich iegt dieses Blatt in der Monatsrechnung Mai/08 von T-Mobile bei:


Wer mich auch haben will: Tagesgage beträgt 250 Eu plus Spesen.
Nochmal im Detail, im Gespräch mit dem Kundendienst der Telekom.


Montag, 19. Mai 2008

Never-Ending Story


Anfang Juli gehts nach Berlin, Juchu! Davor gibt's aber noch eine Hürde zu nehmen, die ich etwas unterschätzt hatte: Wir brauchen von der Bahn noch ein Gruppenticket für sechs Personen. Heute war's der zweite Anlauf, eben dieses zu besorgen. Der erste Versuch letzte Woche begann leider ein Paar Minuten zu spät, nämlich um 18:47 Uhr, und war damit zum Scheitern verurteilt:

Punkt 18:45 Uhr wird nämlich vor dem Eingangsbereich des Kartenverkaufs eine Plexiglaswand herabgerollt. Die Schlange geduldiger Reisender dadurch jäh in der Mitte geteilt, wer Glück hat kann noch wie Indiana Jones unter Einsatz größter Agilität unten durchhuschen. Klappt auch gut bei Senioren. Hilflos gegen das Glas gequetschte Körper boten sich mir dar, und ich beschloss an einem anderen Tag wieder zu kommen.

Nachdem ich das Wochenende mit Schlafen und Autoreperaturen beschäftigt war, heute also der zweite Versuch, diesmal deutlich früher: 18:27 Uhr. Bereits um diese Uhrzeit eine ewige Schlange, ich bin völlig demotiviert wieder davongeschlichen. Man beachte übrigens die kleine schwarze Anstehhilfe im Eingangsbereich.

Vielleicht sollte ich das Undenkbare wagen und einfach gleich früh morgens mal antanzen. Hm.
Aber jetzt die Preisfrage: Wieso ist die Bahn noch immer defizitär?

Abteilung Intellektuell

Jede WG braucht einen intellektuellen Anker, sei es RTL2, x-Box 360 oder eine gemeinsame Zeitung.


Das hier, das ist die letzte SZ, die vor fünf Wochen unsere WG erreicht hat. Das Abo war bereits zum 28.2. abgelaufen, aber man freut sich ja gerne über Extra-Service.

Vorletztes Wochenende bin ich in einem Münchner Biergarten einer SZ-Probe-Abo-Tante in die Arme gelaufen, und weil eine SZ auch für nur zwei Wochen angenehm ist (mit Spekulation aus obiger Erfahrung heraus), war also dieses Probe-Abo schnell besiegelt. Zwar ohne Blut, aber dafür mit Starttermin 15.Mai.

Und das kam dann heute:
Meine Lieblings-Regional-Zeitung??? Super. Mal schauen was morgen kommt, ich kann's kaum erwarten.

Bonta di FRA'SCATI


Meine Eltern waren eine Woche in Rom, und neben besten Wünschen vom Papst und vielen Digi-Bildern haben Sie auch kleine Mitbringsel mitgebringselt. Das oben ist ein sogenannter "Bonta di FRA'SCATI". Vielleicht erklärt mir jemand, der die italienische Kultur kennt, was es genau mit diesen Dingern auf sich hat. Denn ich habe folgende Vermutung:

Dieses Teufelszeug muss vor vielen Jahrhunderten zufällig bei dem Versuch entstanden sein, den Stein der Weisen mithilfe haushaltsüblicher Backzutaten zu finden. Das Ding ist so fettig, süß und sättigend, es kann sich dabei nur um maximalen Anteil Butter mit maximalen Anteil Zucker in Kombination mit maximalen Anteil gehackter Nüsse handeln. Die kleine unschuldige Haselnuss als "Topping" setzt dem ganzen noch die Krone auf. Selbst nach mehreren Tagen an offener Luft trocknet es nicht aus. (Okay, das ist jetzt nur eine Mutmaßung, denn das letzte seiner Art wird den heutigen Abend nicht mehr überleben, hehehe.)

Ach ja, auf der Packung steht noch "Senza Farina", ist wohl ein Hinweis dass es besonders gesund sein soll..?

Sonntag, 18. Mai 2008

Fuhrpark (2)

Zu den Vorteilen einer Altstadtwohnung gehört es auch, dass man keinen Stellplatz und keine Tiefgarage hat. Wann immer man schnell irgendwo hin muss - und die Betonung liegt eindeutig auf schnell- dann muss man nicht erst in den Keller laufen, ewig darauf warten, dass der CarPort das richtige Auto ausspuckt oder zu guter letzt noch auf die doofe Sperholzschranke bei der Ausfahrt warten.

Nein, rein in die Karre und ab zu BurgerKing, ins Krankenhaus, zur Hochzeit oder wo immer man eben schnell mal hin muss.

Ein kleiner Nachteil sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Ab und zu fehlt was. Am Auto. Weils eben nicht irgendwo geschützt steht. Z.B. ein Außenspiegel.

Hier eine kleine graphische Anleitung, wie man diesen kleinen Mangel selbst wieder beheben kann. Eigentlich ganz einfach. Bei mir hat's nur den Einsatz von drei verschiedenen Schraubenziehern, einem Tachenmesser, einer Ratsche, einem Ersatzspiegel, einem stabilen Pappkarton, zwei weiteren Helfern, ein paar Nerven und 45 Minuten Freizeit gebraucht. Et voilá, vorher, nachher, fast wie neu, oder? Und manchmal bleibt auch eine Schraube übrig, was für ein Gewinn!

Montag, 12. Mai 2008

Der Killer-Grill


Sommer ist eröffnet, offiziell, mit Grill-Programm auf der Jahninsel. Dafür lebt man in dieser Stadt. Zu sehen ist Stratege's Mitgift für unsere WG: ein unendlich cooler Grill, der leider ohne ihn eingeweiht wurde. Er bringt auch dieses Wochenende seine Formteile in Form. Bin ja mal gespannt wann das Auto endlich fertig ist.

Man beachte die dezente Rauchentwicklung rechts oben vor malerischer Welterbe-Kulisse. Der Grill selbst hat eine Garfläche von 1256 cm² und ist bis zu Temperaturen von 360° hitzebeständig. Hühnchenbrust und Tofuwürstchen werden innerhalb von 3 Minuten gar (rechtzeitiges wenden nicht vergessen), Hunde dauern etwas länger. Ein echtes Spitzenprodukt aus China.

Obwohl aus hochspezialisiertem Leichtmetall (Weltraumforschung!) gebaut, gehts doch ziemlich an die Kraft, das Ding die 850m bis zur Jahninsel zu schleppen. Woddafugg, nie wieder alleine.

Nicht Athen ...

... trotzdem schön. (Park am Bahnhof)

Seit einer Woche blau

Der Himmel über Regensburg.

(Info vom Strategen: Es soll Kreise in München geben, die das jedes Jahr Anfang Mai haben, unabhängig vom Wetter. Kann man verstehen wie man will.)

Mein Fuhrpark


Okay, alles nur virtuelle Realität, aber trotzdem, mal einen Panzerwagen (schwarz) oder einen Bus (metallic-grün) zu fahren ist nicht so alltäglich. Höchstens in Liberty City. Leider habe ich da das selbe Problem wie in Regensburg: es gibt nur Anwohnerparkplätze vorm Haus, und ich fürchte um meine Außenspiegel. (zu sehen in GTA4: Grand Theft Auto, Liberty City, X-Box 360)

Montag, 5. Mai 2008

München, billig

Endlich habe ich etwas gefunden, das in München günstiger ist als anderswo, also verglichen mit in München Weggehen. Und zwar in München Taxi Fahren. Von einem Club zum nächsten mit dem Taxi, ohne jedoch irgendwo reinzugehen. Zu dritt lohnt sich das schon, man kommt rum, sieht viel von der Stadt und lernt nette Leute (Taxler) kennen, die ausgesprochen gesprächig sind. Humor haben. Und sich und das Taxi auch mal über Verkehrsregeln, zumindest aber Verkehrsführungen baulicher Art hinwegsetzen.

Sonntag, 4. Mai 2008

Das war der Gipfel

Am Samstag ein netter Bergausflug zusammen mit Gabe und Mr.H zur Notkarspitze. Als erste Tour im Jahr ganz entspannend, nicht ganz so hoch, das war die Idee. Die Auswüchse unserer Bergwanderung waren am Anfang noch keinem so richtig klar. Davon zeugen die ersten flockigen Sprüchlein wie:

"11:35: Wir beginnen den Aufstieg, der Himmel ist klar, die Moral der Gruppe ungebrochen!"
"11:37: Es wird schwierig, die erste Schweißperle auf der Stirn, die Luft wird dünn, das rechte Knie schmerzt!"


Die erste Stunde fühlte sich an, als würde ich sterben; Dauerpuls 180, Null Kondition. (Wen wunderts eigentlich, nach nur 5 Stunden Schlaf und 4 Tagen GTA 4 spielen?) Die Warnung zu Beginn "nur für Geübte" war nicht übertrieben: es ging von Anfang an recht steil los. Spätestens dann war das aber ernst zu nehmen, als wir eine Gedenktafel mit der Widmung "Er fiel nicht tiefer als in Gottes Hand" kurz vorm ersten Klettersteig entdeckten. Eigentlich tummeln sich nur Gämsen hier rum, dachte ich mir. Kleine Haufen aus Gämsenkügelchen am Weg bewiesen mir das. Zum Glück dampften die nicht mehr.


In der zweiten Stunde waren wir dann in der Hölle angekommen, in der "Weißen Hölle". Es kam der Schnee. Die Hälfte unserer Strecke stapften wir durch schier endlose Schneefelder aus nassem, schwerem, halbgefrorenem Schnee. Ohne Schneeschuhe (Mr.H: "Wir sind nicht ganz ideal ausgerüstet...") versinkt man schnell mal bis zu Hüfte im zwei Meter hohen Schnee. Seitlich von uns ging dann auch noch eine kleine Lawine ab. Ab dem Zeitpunkt plagten Mr.H massive Zweifel ob unserer Sicherheitslage.


Nach 2,5 Stunden hatten wir die Notkarspitze erreicht. Der Ausblick wäre bei klarer Sicht beeindruckend, beim nächsten Mal dann. Der Abstieg dauert nochmal 2,5 Stunden und führte über die Ziegelspitze auf ca. 1700m. Ein zweiter Gipfel sozusagen als Dreingabe, nett. Zu Eiswürfeln mutierte Zehen ("ich spür die echt nicht mehr!") und elegante Stürze im Schnee versüßten den Abstieg.


Nachwort: Dass man auf knapp 1900m Anfang Mai noch ausgedehnten Schnee findet, das erscheint ja ganz logisch. Wobei nach unserer Wanderung jeder der Beteiligten der Meinung war, dass man sich das hätte schon vorher denken können ... hätte müssen ... natürlich...

Freitag, 2. Mai 2008

1A-Lage

Wenn das unsere Wohngegend nicht ungemein aufwertet. Wellness mit dem gewissen Niveau, gleich ums Eck. Und wer nen Nebenjob sucht: 0170/4384405.