Mittwoch, 27. Mai 2009

Wählen Gehen!

Auch wenn's im Juni schwer fallen mag: trotzdem Wählen gehen! In München habe ich dieses Wahlplakat entdeckt. Für soviel Ehrlichkeit im Europa-Wahlkampf sollte man die CSU belohnen.

Sportpark Altstadt

Oberbürgermeister Schaidunger hat endlich umgesetzt, wofür Mountainbiker seit Jahren auf die Straße gehen: Der erste Trail mitten durch die Innenstadt, mit raffinierten Schikanen wie Schlammlöchern, Baustellenfahrzeugen und unbedarften Passanten, die es im Slalom zu umrunden gibt. Genial.



Faul im Mai

Ich geb's zu, im Mai war ich recht faul. Zumindest was das Bloggen angeht. Aber ist der Mai nicht dazu da???

Hier aber ein paar Dinge, die mich in den letzten drei Wochen vom Schreiben abgehalten haben, und nein, es ist kein neues Videospiel und keine neue DVD-Serien-Box, sondern ... man mag's kaum glauben, ganz klassisch Bücher:


Wer Krimi und Thriller mag, der soll unbedingt mal in eines dieser Bücher von Simon Beckett reinschnuppern. Nicht umsonst war das erste Buch "Chemie des Todes" 2006 Bestseller.



Mittlerweile gibt es bereits drei Bände um seinen Helden "David Hunter". Sie sind so fesselnd, lebendig, spannend, plastisch und eindrücklich geschrieben, dass ich alle drei Bände innnerhalb von zwei Wochen lesen musste. Sie haben mich einfach verschlungen.

Ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Nebenbei lernt man auch ein paar Fakten über das Leben nach dem Tod, und das aus nicht-religiöser Sicht. Chemie-Kurs ist nicht notwendig. Nur ein unempfindlicher Magen.

Zusätzlich habe ich noch diese Lektüre nachgeholt, wo ich schon mal drinnen war im Lesefluss: Illuminati.

Das Sakrileg (The Da-Vinci-Code) fand ich 2004 super. Im Vergleich dazu ist Illuminati etwas zu lang und braucht eine gewisse Zeit bis das Tempo an Rasanz gewinnt. Aber im Mittelteil ebenfalls unheimlich spannend und mit einigen Überraschungen. Über den Nutzen von Antimaterie will ich mich nicht weiter äußern und betrachte das mal als das Fantasy-Element im Roman.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Wohin in Freiburg?

Freiburg ist eine super Stadt, hier ein paar Empfehlungen, falls Ihr jemals hierher kommt:

- Das Café Kolanda (Kaiser-Joseph-Str. 233 79098 Freiburg)
Gleich neben dem Ludwigstor mitten in der Innenstadt findet sich dieses traditionelle Kaffee, bei dem hausgemachte Leckereien zu perfektem Koffeinkrönungen in eigenwilliger Atmosphäre serviert werden. Einfach mal anschaun, ist wie das Opera in Regensburg. Nicht vom Schild mit Mohr irritieren lassen.

- Schlappen (Löwenstr. 2, 79098 Freiburg‎)
Diese sehr bekannte Kneipe gleich zwei Ecken weiter ist bei Jung und Alt beliebt; für Touristen und Einheimische erste Anlaufstelle und sollte man zumindest mal gesehen haben.

- Schachtel (Adelhauser Str. 7, 79098 Freiburg)
Hier gibst feines Astra-Pils! Und Tannzäpfle. Mehr sag ich dazu nicht.

- Disko im Keller (Grünwälderstraße)
Mitten in der Altstadt in einer Seitengasse ist diese Keller-Disko versteckt. Selbst Samstags kein Eintritt, nicht übervoll, mit nett gemischtem Publikum. Musik wird aus den Siebzigern und Achtzigern gespielt (Funk, Soul, Alternativ, New Wave, Pop, und der junge Micheal Jackson), also abseits vom üblichen Charts- und House-Einerlei. Anschaun!

Sweet Cuisine <-> Kaffeelotte

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben, der versteckte Geheimtipp "Sweet Cuisine" ist eine Gasse (Untere Bachgasse) weitergezogen, hat sich vergrößert und sich einen neuen Namen gegeben. Qualität von Kuchen, Schokolade und Kaffee ist gleich geblieben.

Preisfrage: Welches Logo einer großen, amerikanischen Café-Kette lässt sich in dem der Kaffelotte wiedererkennen? Na? Na? Na!

Samstag, 2. Mai 2009

Tausche Regens- gegen Frei-Burg

Die Schlagzeilen der Woche: "Klinsi geht - Schweinegrippe kommt". Einer der ersten Grippekranken war auch gleich in der Uni-Klinik behandelt, da spürte ich bereits die Grippe förmlich an meine Haustür klopfen. Zeit zum Abtauchen ins idyllische Freiburg.

Untergekommen bin ich bei meinem alten Uni-Mitstreiter W., dessen Wohnung im Süden der Stadt liegt, dem "Quartier Vauban". Von zwei Balkonen aus (Ost- und Westseite) kann man das Treiben im jüngsten aller Stadtviertel Freiburgs beobachten. Das ehemalige Kasernenviertel wurde zu einem nahezu autofreien Stadtviertel umgebaut. Zwischen den bunten Häusern (bei deren Baustil man an LEGO denken muss) wuchert viel grüne Natur. Auf vielen Dächern stehen schräg geneigt, grauen Schieferplatten gleich die Solarflächen. Fast alle Häuser sind nach energiearmen Standards gebaut.

Horden von Kindern spielen auf den vielen gepflegten Rasen und verkehrsberuhigten Straßen im Freien, tollen herum und lärmen. Unverantwortlich. Wer denkt an alle die alten Rentner und Studenten, die sich tagsüber ausschlafen müssen. Ach, Moment, die gibt es hier ja gar nicht. Das Vauban ist ein eigener Kosmos für sich.

Der Taxifahrer, der mich vom Bahnhof zu W. bringen sollte, meinte nur lapidar, dass er sich dort nicht auskenne, und ich müsste ihm dann zeigen, wo genau meine Straße wäre. "Das wurde erst nach meiner Prüfung gebaut, und die ganzen Namen, die lerne ich nicht mehr. Die sind ja auch alle so lange. Und manchmal weiß man auch gar nicht wer das war. Also, Marie Curie, die sagt mir schon noch was. Aber wer war Kurt-Tucholsky?" Aha.

Jedenfalls dachte ich mir, das wäre doch ideal für ihn heute noch was dazuzulernen, auch mit Mitte 50. Leider habe ich mich verschätzt, oder meinen Chauffeur überschätzt. Denn wie es der Zufall wollte sollte genau dieses Taxi 8 Stunden später uns am Ende der Party wieder nach Hause fahren - und der Fahrer konnte sich partout nicht weder an mich, noch an unser Gespräch, geschweige den genauen Weg erinnern. Frustrierend.

Zur schon erwähnten Party musste ich alleine hinfinden, denn W. war bereits mit koreanischen Freunden zuvor dorthin aufgebrochen. Ich fand bei der Adresse ein Haus, dessen Fenster im ersten Stock mit roten Aufklebern zugeklebt waren, auf denen "1-2-3-Erotik" stand. Konnte das mein Ziel sein?

Nicht ganz, denn die Party war im Haus gegenüber, in dem in allen drei Stockwerken WGs waren. Und auch das Motto lautete anders: "Studienabschluss- Hurra!". So tummelten sich auf allen drei Stockwerken verteilt ca. 150 Leute Mitte Zwanzig. Je nach Geschmack fand sich für jeden was: im Erdgeschoss spielte eine Gruppe Spanier Gitarre (laut), im ersten Stock gab’s Indie und Rock (lauter), im obersten Stock letztlich Reggae und Electro/Dance (noch mal lauter). Im verwinkelten Gässle halte es wunderbar nach aufgeregtem Geschwätz und brummenden Bässen. Ich holte mir ein Bier, begab mich zu meinen Freunden und wartete auf die Polizei, die unweigerlich irgendwann kommen musste.

Um 5:10 Uhr gaben wir das Warten auf. Hatten viele Leute getroffen, viel getrunken und getanzt. Erschöpft suchten wir ein Taxi, Ergebnis siehe oben. Wir nahmen sogar noch jemanden mit, der gar nicht zu uns gehörte, aber schon völlig entnervt war, weil er seit einer haben Stunde vergeblich ein Taxi haben wollte und keins vorbeikam. Er begleitete uns Richtung Süden in die Vauban, von wo es auch dann für ihn nach Hause ging. Etwas blöd war, dass er komplett entgegensetzt wohnte und deshalb doppelte Strecke zahlen musste. Aber so konnte er ein wenig der 37.000 Euro, die er im Lotto gewonnen hatte, bereits sinnvoll investieren.